Straubinger Tagblatt vom 14. Oktober 2015


Förderung für die Streuobstwiesen

Steinach im Netzwerk Streuobst - Am heutigen Mittwoch Infoeranstaltung.

Steinach. (ta) Mit ihrem Gemeinschaftsprojekt "Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald" unterstützen die Gemeinden Neukirchen, Falkenfels, Ascha, Rattiszell, Sankt Englmar, Wiesenfelden und - seit Mitte dieses Jahres - auch Steinach den Erhalt der für die Reion so landschaftsprägenden und ökologisch wertvollen Streuobstbestände.

Daher wird unter dem Motto "Neue Obstkultur im Vorwald - Landschaftsprägende Streuobstwiesen erhalten" heute, Mittwoch um 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Münster eine Infoveranstaltung für alle Interessierten angeboten. Thomas Schwarz vom Büro Landimpuls und Roswitho Schanzer vom Büro MKS in Ascha werden dabei die Fördermöglichkeiten zur Neupflanzung von Obsthochstämmen und zum Erstpflegeschnitt überalteter Bäume vorstellen.

Daneben gibt es nähere Informationen zur Förderung von Agrar-Umweltmaßnahmen über das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm und zu den Möglichkeiten der Vermarktung von Streobstprodukten unter der eigens entwickelten regionalen Marke "Vorwald - ganz nah am Ursprung". Das Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald ist ein Kooperationsprojekt der Integrierten Ländlichen Entwicklung ILE nord23 mit Bayern-Netz-Natur.

Seit 2012 wurden bereits rund 600 Hochstämme neu gepflanzt und etwa 100 Altbäume durch einen fachgerechten Pflegeschnitt verjüngt. Aus den Apfelsammlungen, die auch in diesem Herbst wieder stattfinden, wird von der Kelterei Nagler, Regensburg, ein "Vorwald-Apfelsaft" gepresst und in verschiedenen Lebensmittel- und Getränkemärkten der Region vermarktet. 

Seit Kurzem gibt es auch "Vorwald-Honig". Die Neupflanzung von Streuobstbäumen, ein Erstpflegeschnitt bei überalterten Bäumen, eine Entbuschung und Erstpflegemahd bei brachgefallenen Beständen, aber auch die Biotopvernetzung wie zum Beispiel durch Neuanlage von Feldhecken wird im Rahmen der Bayerischen Naturpark- und Landschaftspflegegerichtlinie gefördert. Obsthochstämme können zur Ergänzung bestehender Streuobstwiesen gepflanzt werden oder als Neuanlage auf extensiv bewirtschafteten Flächen in der freien Landschaft, am Ortsrand oder um Weilder und Einzelghöfte.

Ein Erstpflegeschnitt von vergreisten Obstbäumen wird von erfahrenen Fachleuten durchgeführt. Aufgrund der günstigen Förderung verbleibt für die Antragsteller nur ein geringer Kostenanteil. Wird selbst gepflanzt, entfällt der Kostenanteil ganz. Innerhalb von Siedlungen ist eine Förderung nicht möglich. Zu dieser Infoveranstaltung sind alle Interessierten, auch von außerhalbe der Netzwerk-Streuobst-Gemeinden, willkommen.